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Valentina Fjodorovna Smolnikova

Valentina Fjodorowna Smolnikowa

Geboren am 27. November 1941 in Pinsk/ Belorussland. Nach Beendigung des Schulbesuchs und zwei Jahren Praktikum – von 1960 bis 1966 Studium in der Fakultät für Pädiatrie des Medizinischen Instituts in Lwow. Später Zusatzqualifikation zum Kinderchirurgen. Arbeit als Kinderärztin zunächst im Krankenhaus Uwarowitschi / Gebiet Gomel, dann zwischenzeitlich 9 Jahre in Swerdlowsk. Schließlich kehrte sie 1979 nach Belorussland zurück, wo sie als Kinderärztin, später als Kreiskinderarzt im Buda-Koscheljower Kreiskrankenhaus arbeitete. Sie beendete ihre berufliche Tätigkeit  2005 und lebt als Rentnerin in Buda-Koscheljowo.

Im Jahr 1986, als sich die Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete, arbeitete sie als Kinderärztin. Auf Weisung des Gesundheitsministeriums und der Gebietsgesundheitsabteilung war sie bei der Organisation der medizinischen Hilfe für die Geschädigten, die in den Kreis Buda-Koschelewo umgesiedelt worden waren, eingesetzt. Sie arbeitete in mobilen medizinischen Ambulatorien in den verstrahlten und ausgesiedelten Gebieten und bei der Schaffung des Tschernobylregisters und wurde als „Liquidator der Folgen der Katastrophe  im Atomkraftwerk Tschernobyl“ anerkannt.

1991 gründete sie das Komitee „Den Kindern von Tschernobyl“ im Kreis Buda-Koschelewo, das später als Kreisabteilung der Belarussischen Gemeinnützigen Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ arbeitete. Im gleichen Jahr entstand durch Vermittlung des Vorsitzenden der Stiftung, Genadij Gruschewoi der Kontakt zum Verein „Initiative Kinder von Tschernobyl“ e.V. in Kamenz / Sachsen und über diesen zu dem in dieser Zeit entstandenen sächsischen Netzwerk der Tschernobylinitiativen. Im Jahr 2007 war Valentina Smolnikowa maßgeblich an der Gründung des Buda-Koschelewoer Vereins „Den Kindern von Tschernobyl helfen“ beteiligt, der die Arbeit der Kreisabteilung erfolgreich fortführt.
 
Allen Behinderungen und Anfeindungen zum Trotz hat Valentina Smolnikova zunächst als Vorsitzende der Kreisabteilung, später als Mitglied des Vorstandes des o.g. Vereins einen außerordentlichen Anteil an der Entwicklung der Zusammenarbeit mit mehreren deutschen, aber auch mit je einer spanischen, italienischen und japanischen Tschernobylinitiative. Durch diese partnerschaftliche Zusammenarbeit konnten bisher über 4 600 Kinder aus dem Kreis Buda-Koschelewo an Erholungsaufenthalten im Ausland teilnehmen. Der Verein hat bisher 59 Hilfstransporte des o.g. Netzwerks aus Deutschland empfangen und Hilfsgüter an kranke und bedürftige Menschen sowie an Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten übergeben können. Der Verein verwirklicht gegenwärtig ca. 10 eigene Projekte zur Hilfe für Opfer der Tschernobylkatastrophe und andere Hilfsbedürftige. Valentina Smolnikova setzt sich besonders für das Strahlenmonitoring und die medizinische Hilfe für kranke Kinder ein und leitet – neben vielen anderen Aktivitäten – ein entsprechendes Projekt des Vereins.   

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