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Dr. Angelika Claußen

Angelika Claußen

Angelika Claußen ist niedergelassene Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 1987 ist sie Mitglied der IPPNW und war von 2005 bis 2011 Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion. Schwerpunkte ihres politischen Engagements sind der Atomausstieg, der Irakkrieg und seine Folgen und die Menschenrechtspolitik der Türkei.

Anlässlich der Konferenz des "Tschernobyl-Forums" vom 6.-7. September 2005 in Wien über die Folgen des Reaktor-Gaus für Umwelt und Gesundheit setzte sie sich kritisch mit Vertrag zwischen WHO und IAEO auseinander. Er sichert Atomprogrammförderern und Physikern der IAEO, die Kontrolle über die Forschungsprogramme, -ergebnisse und -publikationen der Ärzte der WHO über die gesundheitlichen Folgen der zivilen Nutzung der Atomenergie und deren Unfälle vertraglich zu. Angelika Claußen koordiniert und vertritt die Arbeit der deutschen IPPNW zum Atomausstieg seit Jahren.

Bei ihren Reisen in den Irak vor und nach dem letzten Krieg gewann sie einen persönlichen Eindruck zu den Kriegsfolgen, insbesondere den massiven Anstieg der Kinderkebserkrankungen und der schweren kindlichen Missbildungen, die von vielen Experten mit dem Einsatz der Uranwaffen in ursächlichem Zusammenhang gesehen werden.

Angelika Claußen arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis für Psychiatrie und Psychotherapie in Bielefeld, eng mit dieser Arbeit verbunden ist ihr spezielles Interesse an durch Folter und Flucht traumatisierten Menschen. Sie unterhält Kontakte zur türkischen Menschenrechtsstiftung, zur dortigen Ärztekammer und ist als Prozessbeobachterin in der Türkei tätig.

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