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Jochen Stay

Jochen Stay

Jochen Stay ist seit über 30 Jahren gewaltfreier Aktivist in der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung. Sein besonderes Interesse gilt Aktionen zivilen Ungehorsams. Derzeit ist er Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.

Geboren 1965 in Mannheim. Während der Schulzeit aktiv in der evangelischen Jugendarbeit. Studium der Germanistik und Politik. Seit 1980 aktiv in außerparlamentarischen Bewegungen, in den 80er Jahren u.a. in der Nicaragua- und Südafrika-Solidaritätsarbeit, bei Hausbesetzungen, in der Friedensbewegung, davon zwei Jahre in der »Pressehütte« vor den Toren des Pershing-Atomraketen-Depots Mutlangen und schließlich im Widerstand gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf.

1990 bis 1995 Redakteur der Zeitung »Graswurzelrevolution - für eine gewaltfreie herrschaftslose Gesellschaft«. Lebt seit 1992 im Wendland, zusammen mit Katja Tempel und den beiden Töchtern Johanna und Clara.

Von 1996 bis 2008 mit Unterbrechungen Sprecher der Anti-Atom-Kampagne »X-tausendmal quer« gegen die Castor-Transporte nach Gorleben. Er war 2001 bis 2002 Öffentlichkeits-Referent bei der Umweltschutzorganisation »Robin Wood« und 2003 Mitinitiator der Widerstands-Kampagne »resist« gegen den Irak-Krieg.

2002-2005 Mitglied im Stiftungsrat der Bewegungsstiftung als Vertreter der geförderten Projekte. 2005-2010 Berater für geförderte Projekte bei der Bewegungsstiftung und daneben weiter »freischaffend« als Bewegungsarbeiter tätig. Er ist aktiv als Autor, Vortragsreisender, Organisator und Aktivist in Anti-Atom- und Friedensbewegung. Mehrmals wegen gewaltfreien Aktionen Zivilen Ungehorsams vor Gericht gestanden und bisher dreimal rechtskräftig verurteilt, zuletzt wegen einer öffentlichen Feldbefreiung von gentechnisch verändertem Mais. Der Verfassungsschutz bezeichnet ihn als »zentrale Person des Anti-AKW-Widerstandes, der eine koordinierende Funktion wahrnimmt.«

Schwerpunkt seiner Arbeit ist aktuell die Anti-Atom-Organisation ».ausgestrahlt«, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst viele AtomkraftgegnerInnen neu zu aktivieren und damit den Druck für eine Stilllegung der Atomkraftwerke zu erhöhen. Er war an der Organisation fast aller großen Anti-Atom-Proteste der letzten Zeit beteiligt, u.a. als Initiator der Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel im April 2010, an der 120.000 Menschen teilgenommen haben.

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