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Nadezhda Kutepova

Nadezhda Kutepova Bildquelle: Nuclear-Free Future Award

Die russische Umweltaktivistin und Soziologin Nadezhda Kutepova wurde 1972 in Ozersk geboren, einer der geheimen Städte Russlands in der Region Chelyabinsk unter strenger Kontrolle des russischen Geheimdienstes.

Als Gründerin und Leiterin der Organisation Planeta Nadezhd (Planet of Hopes) liegt ihr Hauptaugenmerk auf der Einhaltung der Menschen- und Umweltrechte der Bevölkerung in der Region Chelyabinsk, die seit über fünfzig Jahren mit den Folgen nuklearer Verseuchung und der Misachtung durch die Behörden im Rahmen der nuklearen Katastrophe in Mayak leben muß.


Planet of Hopes unterstützt gleichgesinnte Initiativen innerhalb der geschlossenen Nuklear-Städte Russlands, deren Bewohner der Strafverfolgung durch die Geheimdienste und der behördlichen Willkür unterliegen.

Seit 2004 hat Kutepova mehrfach Gerichtsverfahren für die Rechte der Betroffenen geführt, unter anderem zur Lockerung der strengen Zutrittsberechtigung der geheimen Städte und im Kampf für die Rechte der Witwen und Nachfahren der Liquidatoren.

Gegenwärtig vertritt sie 105 Bürger der Russischen Föderation vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zusammen mit Rechtsanwälten des European Human Rights Advocacy Centre.

Kutepova wird 2011 mit dem Nuclear-Free Future Award ausgezeichnet.


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